Barbados — sometimes very british

Es gibt einen Trafalgar Square auf Barbados und auch ein 1813 eingeweihtes Lord Nelson Denkmal (beides in Bridgetown). Die Amtssprache im Inselstaat ist Englisch und Cricket gehört zu den favorisierten Sportarten. Irgendwie ist das Britische auf Barbados an vielen Orten scheinbar allgegenwärtig. Und wenn man durch Bridgetown flaniert, scheint London bisweilen gleich um die Ecke zu liegen, wenn… wenn da nicht immer wieder karibisches Flair durchschimmern würde. Ganz so karibisch wie Bridgetown wirkt London dann doch nicht.

Ein paar Worte zu Bridgetown
Barbados war bis 1966 Teil des Vereinigten Königreichs (Grossbritannien) und ist seither unabhängig; das Land gehört aber nach wie vor zum Commonwealth of Nations. Hauptstadt von Barbados ist das an der Mündung des Constitution Rivers liegende Bridgetown. Die Stadt hat im Kern nur wenige Tausend Einwohner. Rechnet man allerdings die Vororte hinzu, so kommt man auf etwa 100.000 Menschen, die in der Hauptstadt und rund um die Hauptstadt leben. Das sind gut ein Drittel der Einwohner der gesamten Insel. In Bridgetown erinnern Gebäude mit britischer Kolonialarchitektur wie das Barbados Mutual Building oder St. Anne´s Garrison noch heute an die einstige Herrschaft der Briten.

Barbados – Strände und Küsten aller Arten
Viele Inseln der Kleinen Antillen sind durch Vulkanismus entstanden; Barbados gehört als Ausnahme nicht dazu. Die Insel ist im Prinzip ein Plateau aus Kalkstein, das aus dem Meer ragt. Wer tief in den karibischen Regenwald eintauchen möchte und eine artenreiche Tierwelt sucht, wählt vielleicht lieber eine andere Insel. Der Regenwald auf Barbados wurde weitgehend durch Zuckerrohr-Plantagen und anderes Kulturland verdrängt und die Tierwelt der Insel gilt nicht als sonderlich artenreich. Barbados hat andere Reize, die durchaus teils auch von der Natur geformt wurden oder der Natur ein Zuhause bieten. Vor allem ist Barbados aber wohl für seine Traumstrände bekannt. Dabei gleicht keineswegs jeder Strand auf Barbados dem anderen. Es gibt hier vor allem an der Westküste die typischen weissen Traumstrände mit kristallklarem Wasser, die Namen wie Batt Rock, Gibbs Beach oder Carlisle Bay tragen. Im Süden liegt beispielsweise der Silver Sands Beach, der insbesondere Windsurfer immer wieder anzieht. Die Ostküste präsentiert sich teils mit rauer Atlantikbrandung sowie bizarr anmutenden Felsen und lockt die Freunde des ungestümen Meeres. Badegäste werden jedoch auch hier Strände mit stillerem Wasser und guten Badeplätzen finden. Barbados bietet seinen Gästen an vielen Stränden reizvolle und ansprechende Resorts. Die Wege zum Wasser sind also kurz und auch für diejenigen nicht zu anstrengend, die Faulheit im Urlaub ganz besonders schätzen.

Tipps für Sightseeingtouren
Über all auf der Insel verstreut liegen reizvolle Anwesen sowie bunte und einfache Holzhäuser, die damals den Plantagenarbeitern gehörten. Sehenswert ist etwa das 1820 erbaute „Sam Lord’s Castle“, das einst dem Piraten Samuel Hall Lord ein Zuhause bot. Zu den ältesten Bauten der Insel gehört St. Nicholas Abbey aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Das Haus hatte niemals eine religiöse Funktion, obwohl sein Name Anderes vermuten lässt. Stattdessen diente es vermutlich einem Besitzer von Zuckerrohrplantagen als Residenz. Umgeben ist es deshalb nicht allein von einem schönen Kräutergarten im mediterranen Stil. Darüber hinaus wird es von etwa 81 Hektar Zuckerrohrfeldern umrahmt. Naturwunder bietet Ihnen Barbados etwa mit den Harrison’s Cave: In einer Höhle stürzt hier das Wasser eines unterirdischen Wasserfalls zwölf Meter tief auf den Boden. Im Barbados Wildlife Reserve trifft man auf die Grünen Barbados-Affen, auf Mungos, Stachelschweine und Rehe, während Orchideen, Hibiskus und andere Pflanzen die Andromeda Botanic Gardens zieren.

Barbados – ein paar Einladungen
Barbados lädt Sie zum romantischen Abend am Strand ein und liefert den Beweis, dass ein echter karibischer Sonnenuntergang keineswegs etwas Kitschiges und Triviales ist. Bridgetown hat ein Nachtleben, das auch Partyhungrige auf Barbados nicht verhungern lässt. Barbados besitzt traumhafte Wege für Reiter, es gibt Ihnen die Gelegenheit, hinter die Geheimnisse des englischen Cricket zu kommen, und die Natur auf Wanderungen zu erleben. Taucher durchstreifen derweil Unterwasser-Landschaften mit Korallenriffen und erleben kleine Abenteuer beim Wracktauchen. Und Wellenreiter, Schnorchler, Windsurfer sowie Segler fühlen sich auf Barbados ebenfalls sehr wohl. Für alle ist gesorgt. Alle haben Spass. Das ist schön. Eigentlich sogar sehr schön. Das Ziel für Flugreisende, die nach Barbados möchten, ist der Grantley Adams International Airport. Er befindet sich etwa dreizehn Kilometer östlich von Bridgetown. Guten Flug!